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Killzone 3 – Der Test

Killzone 3 – Der Test

Tja, Freitag Abend und ein paar Freunde auf dem Sofa. Drei verschiedene Spiele buhlen um die Gunst des Abends und der Playstation 3. Bulletstorm (nicht die vergewaltigte DE Version), Dead Space 2 und Killzone 3. Eins vornweg, alle drei Spiele wissen zu begeistern und für Stunden von den TV zu fesseln.

Killzone 3 jedoch verfügt als einziges Spiel des Trios über eine Koop-Kampange, perfekt also für den Abend mit Freunden.

Im Prinzip fängt Killzone 3 dort an, wo der Vorgänger aufgehört hat. Diktatir Visari hat das zeitliche gesegnet, die Flotte der ISA wurde durch einen nuklearen Gegenangriff der Helghast auf Helghan so gut wie ausgelöscht. Und hier steigt nun der Spieler ein. Zusammen mit virtuellen KI-Kamerade muss man um das nackte Überleben kämpfen.

Gut, storytechnisch hat sich Killzone 3 definitiv weiterentwickelt. Aber viel mehr als typischer Genrestandard wird auch hier nicht geboten. Gut gegen Böse, Übersoldaten gegen Übersoldaten, markige Sprüche usw. bietet heute eigentlich jeder Shooter, sind somit nichts Besonderes mehr. Allerdings, und das muss man dem holländischen Entwickler Guerrilla Games zugute halten, haben sie die Inszenierung der 08/15 Story sehr gut im Griff gehabt. Die Zwischensequenzen strotzen nur so vor nazimäßig angehauchter Gigantomanie und zeigen ein erschreckendes Bild vom Feind.

bild4 Aber nicht nur die Zwischensequenzen tun dies. Auch das Leveldesign unterstützt den aufkommenden Größenwahn. Bewegte man sich im zweiten Teil noch über gefühlte 1000 Hinterhöfe, deren Farbgebung zwischen Grau, Dunkelgrau und Grau mit ein wenig Hellgrau angehaucht wechselte, darf man bei Killzone 3 schon fast so etwas wie Panik vor der Weite entwickeln. Wer allerdings hier nun vermutet, Killzone 3 würde eine Art Open World Titel sein, dürfte auch enttäuscht werden. Allzu viel Freiheit würde einem Shooter auch nicht stehen, zumindest nicht wenn dauernd brachiale Action angesagt ist.

Nichtsdestotrotz weiss das Gezeigte augenschmausstechnisch zu überzeugen. Die Entwickler setzen auf etwas mehr farbenfreudige Levels, vor allem ein Levelabschnitt dürfte den Holländern beim Besuch eines Coffeeshops eingefallen sein. Und man geht auch weg vom Hinterhofkampf, logisch, da man sich auf dem Planeten der Feinde bewegt.

Grafisch bewegt sich Killzone 3 in der oberen Rige der aktuell erhältlichen Konsolenshooter. Allerdings nur beim allein gespielten Singleplayer. Spielt man im Koop, wird der Screen geteilt und die grafische Pracht gefühlt auch halbiert. Schon das Lesen von eingeblendeten Textmeldungen wird gelegentlich zum Ratespiel. Ein wenig unverständlich erschien uns das extreme Runterschrauben der Qualität dann doch im Koop. Aber, versteht mich nicht falsch, es sieht immer noch gut aus. Wer jedoch plant, Killzone 3 mit Freunden im Duett zu zocken, sollte vorher auf jeden Fall den Singleplayer alleine gezockt haben. Die Atmosphäre stimmt aber bei beiden Varianten!

bild3 Die KI gehört auch zu den Besseren ihrer Vertreter und bei manch einem Onlinespiel wünscht man, die menschlichen Mitspieler hätten die gleichen logischen Routinen im Hintergrund laufen, wie Killzone 3 im Singleplayer. Man wird geflankt, die KI sucht Deckung unter Beschuss. Und schon beim normalen Schwierigkeitsgrad entpuppt sie sich als ernst zu nehmender Gegner, der so manchen virtuellen Tod zur Folge hat. Damit man den gegnerischen Horden gewaltig eins überbraten kann, gibt es ein gut sortiertes Angebot an Waffen, mal mit mehr, mal mit weniger Durchschlagskraft. Und so ein stationäres Geschütz wollte ich schon immer mal demontieren und damit dem Feind die Hölle auf Helghan zeigen! Kein Ding, geht in Killzone 3. Und macht einen heiden Spaß!

Typisch für Konsolen sind die Gamepads. Und hier gibt es immer wieder Sticheleien, mit einem Gamepad könne man keine Shooter auf Konsole spielen. Jedem PCler sei hier wärmstens Uncharted empfohlen. Zwar hat der Entwickler die Steuerung bei Killzone 3 einer kleinen Schlankheitskur unterzogen, aber wirklich perfekt ist sie noch nicht. Gerade das Deckungsystem sollten sie, falls es einen 4. Teil geben sollte, noch ein wenig überarbeiten und sich vielleicht Anleihen bei der Konkurrenz holen. Der Rest geht aber in Ordnung. Die Bewegungen der Figuren können zielgenau ausgeführt und somit auch Gegner in Entfernung unter Feuer genommen werden, ohne das man einen typischen “Aimbot” des Spiels groß bemerken würde.

Wer zuhause eine 5.1 Anlage stehen hat, sollte sie nicht zu laut aufdrehen. Allein schon der Nachbarn und der Polizei wegen. Es rummst, und zwar ordentlich. So muss sich ein Krieg anhören! Aber auch die Levelakkustik selbst weiss zu gefallen. Helghan wirkt sehr glaubwürdig durch die Geräuschkulisse. Oft sind es jedoch die Synchronsprecher, die einem Spiel Tiefe und Glaubwürdigkeit verleihen. Und diese machen in der deutschen Version ihren Job richtig. bild9 Zwar kann man beim Einlegen des Spiels entscheiden, welche Sprache man haben möchte, aber die deutsche Fassung geht bei Killzone 3 in Ordnung, so dass ein Wechsel wie bei anderen Spielen, auf Englisch nicht notwendig ist.

Einzig traurig ist die Tatsache, dass sich der dritte Teil in guten 6-7 Stunden durchspielen lässt, wer es länger haben möchte, sollte also tunlichst einen hohen Schwierigkeitsgrad wählen. Man merkt hier leider, dass der Entwickler wohl mehr Wert auf den Multiplayer gelegt hat, als auf den Singleplayer. Da ich aber MP-Spiele auf Konsole hasse, wird der MP kein Bestandteil des Tests sein.

Fazit:

Killzone 3 ist ein würdiger Nachfolger des zweiten Teils. Viele Fortsetzungen reichen oft nicht an das Original heran oder stagnieren bei der Entwicklung. Guerrilla Games hat sich so mancher Beschwerde der Fans angenommen und Kleinigkeiten im 3. Teil verbessert. Die Story wirkt etwas ausgereifter, die Charaktere ebenso. Schön auch, dass es wieder mal ein Spiel mit einem Koop-Modus gibt, auch wenn man hier dann eine schlechtere grafische Pracht genießen darf. Einziger Wehrmutstropfen ist die kurz geratene Kampagne. Spielt man anschließend zu Zweit das Abenteuer durch, ist dies zwar kein gänzlich neues Spiel, aber es kommt auf jeden Fall viel mehr Spaß auf und ein wenig taktisches Vorgehen kann somit das Spiel auf 10-15 Stunden strecken.

  • wunderschön designte Spielwelt
  • abwechslungsreiche Levels
  • interessante Neuerungen wie zum Beisiel die Jetpacks
  • gelungene KI Gegner
  • gute deutsche Synchronisation
  • sehr gute Soundkulisse
  • Koop-Kampagne

  • keine besonders ausgefallene Story
  • Koop-Kapagne nur zu zwei und nicht online spielbar
  • grafische Defizite im Koop
  • Deckungssystem noch nicht perfekt

Wertung
Gameplaywww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.com
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Soundwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.com
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Grafikwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.com
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Gesamtwertungwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.com
 Test

8.5